Der bosnische Bariton Ejnar Čolak hat sich in den vergangenen Jahren als vielseitiger Sänger im Opern- und Konzertfach etabliert. Mit Beginn der Spielzeit 2026/27 wird er Mitglied des Ensembles des Staatstheaters Cottbus. Dort ist er unter anderem als Philipp in Fatima, der Dritte Edle in Wagners Lohengrin, als Bariton-Solist im neuen Weihnachtsprogramm sowie als Petrus in Jesus Christ Superstar und Mammon in Jedermann zu erleben.
Zu seinen jüngsten Opernengagements zählen Leporello in Mozarts Don Giovanni bei der ersten Ausgabe des Wiener Opernsommers vor der Kulisse des Schlosses Belvedere, Barone Douphol in Verdis La Traviata im Rahmen des Wiener Opernsommers 2025, Tarquinius in Brittens The Rape of Lucretia, der Vater in Humperdincks Hänsel und Gretel, die Titelpartie in Rossinis Il barbiere di Siviglia sowie Guglielmo in Mozarts Così fan tutte. Letztere Partie sang er sowohl in der Tourneeproduktion Opera Re-told mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Jakob Lehmann als auch in seinem Rollendebüt am Schlosstheater Schönbrunn in einer Inszenierung von Roland Schwab mit der musikalischen Leitung von Christoph Meier. Darüber hinaus war er als Bartolo in Paisiellos Il barbiere di Siviglia am Schlosstheater Rheinsberg in einer Inszenierung von Georg Quander zu erleben.
Auch als Konzertsänger ist Čolak regelmäßig gefragt. Zu den Höhepunkten zählen der Baritonpart in Orffs Carmina Burana mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien sowie Beethovens 9. Sinfonie mit der Quarta Philharmonie. Sein Debüt in Thomas Jennefelts Dixit Dominus – In the Name of God, einem Konzertprojekt zu Ehren der »Women in Black« und zum Gedenken an die Opfer des Völkermords von Srebrenica, zählt ebenfalls zu seinen jüngsten Konzertengagements. Seit 2025 konzertiert er regelmäßig mit dem Schloss Schönbrunn Orchester unter der Leitung von Guido Mancusi.
Čolak ist Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg in den Jahren 2024 und 2025. Darüber hinaus war er vier Jahre lang Stipendiat der Stiftung Home Suisse »Madeleine de Blaireville«. 2025 wurde ihm von der Gesellschaft bosnischer Akademiker in Österreich die Auszeichnung »Artist of the Year« verliehen.
Seit 2019 studiert Ejnar Čolak Sologesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Klasse von Laura Aikin. Nach dem Abschluss seines Bachelorstudiums mit Auszeichnung im Jahr 2024 setzt er dort sein Masterstudium fort. Darüber hinaus ist er Mitglied der Liedklasse von Florian Boesch sowie der Opernklasse von Christoph Ulrich Meier und Roland Schwab. Zuvor absolvierte er ein Gesangsstudium an der Musikakademie Sarajevo und verbrachte im Rahmen eines Erasmus-Aufenthalts zwei Semester am Conservatorio Superior de Música de Vigo in Spanien.
Neben seiner Bühnenlaufbahn engagiert sich Čolak mit großer Leidenschaft im sozialen Bereich. Zwischen 2022 und 2024 gab er mehr als 100 Konzerte in Wiener Pflegeeinrichtungen – ein Engagement, das ihm bis heute besonders am Herzen liegt.